Folter als globales Phänomen

In mindestens 111 Ländern* werden Menschen misshandelt und gefoltert. Nur ein Bruchteil der Opfer findet Möglichkeiten, durch Flucht in andere Länder Schutz vor Folter und Verfolgung zu erhalten. Die meisten Opfer bleiben in Verfolgerstaaten und Kriegszonen gefangen, werden zu Binnenflüchtlingen im eigenen Land oder finden sich nach jahrelanger Odyssee in rechtsfreien Auffanglagern wieder.

* Quelle: amnesty Jahresreport 2010

Internationales Engagement des bzfo

Um Folteropfer vor Ort zu versorgen und die Menschenrechtsarbeit von Partnerorganisationen außerhalb der Europäischen Union zu stärken, konzentriert sich das bzfo in seiner internationalen Arbeit zur Zeit auf die folgenden Felder:

  • Aufbau von Rehabilitationszentren für Gewaltopfer speziell im Irak
  • langfristige Kooperation mit etablierten Behandlungszentren in Osteuropa und Ostafrika
  • Entwicklung von Online-Therapieangeboten für den arabischen Sprachraum
  • Trainingsprojekte und Supervision für Kollegen in Kriegs- und Krisengebieten
  • wissenschaftliche Erforschung von Versöhnungsprozessen sowie Dokumentation von Folterfolgen

Zudem betreibt das bzfo als Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims globale Lobbyarbeit, um Behandlungszentren in Verfolgerstaaten zu unterstützen und Folter weltweit zu verhüten.

Prinzipien

Das bzfo kooperiert ausschließlich mit Organisationen, die sich für Demokratie, Gleichberechtigung und die Wahrung von Grundrechten einsetzen. Völkerrechtliche Grundlagen unserer Arbeit sind insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter sowie die UN-Kinderrechtskonvention.

Kontakt

Michael Lehmann
Projektmanager • Internationale Projekte

Telefon: (030) 30 39 06 49
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.